Autogenes Training

 

 

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Das autogene Training hilft dem Menschen von heute einen gesunden Ausgleich zwischen Anspannung und Entspannung zu finden. Diese Fähigkeit erhöht die Lebensqualität, Leistungsfähigkeit, Kreativität, Konzentration und hilft die körperliche und seelische Fitness zu erhalten oder wiederzugewinnen.

Prospekt Autogenes Training als Download

Die sechs Grundübungen sind von jedermann leicht erlernbar und können jederzeit und überall angewendet werden. Man kann beim autogenen Training von einer echten Lebenshilfe reden.

Geschichtliches

Der Begründer des AT war Prof. J.H. Schultz.

Prof. J.H. Schultz entdeckte die Möglichkeit mittels konzentrativ gelenkter Vorstellung, verbunden mit entsprechenden suggestiven Befehlen, den Körper selber über eine stufenweise Entspannung in eine Tiefenentspannung zu bringen.

Durch zahlreiche Versuche an kranken und gesunden Personen, die er sorgfältig protokollierte, tauchten bestimmte Merkmale im entspannten Zustand immer wieder auf: Die Schwere- und Wärmeempfindung in den Gliedmassen, die Ruheempfindung von Herz und Atmung, Wärme am Körper und eine besondere Kühle an der Stirn.

In den Jahren 1919 bis 1924 führte J.H. Schultz umfassende klinische Versuche mit Autogenem Training durch. 1932 erschien dazu die erste umfassende wissenschaftliche Darstellung im Georg Thieme Verlag unter dem Titel: "Das Autogene Training".

Die Entspannungstechnik des AT hat sich sehr schnell durchgesetzt. Heute ist sie einer breiten Öffentlichkeit bekannt und wird auch im Sport und in Spitälern eingesetzt.

Wann ist das Autogene Training (kurz AT) angezeigt

Das Autogene Training ist ein bewährter Weg zur:
- Entspannung, aber auch zur Verbesserung:
- der Schlaf- und Erholungsfähigkeit
- der allgemeinen Durchblutung
- der Gedächtnisleistung
- der Konzentrations- und Lernfähigkeit
- zur Steigerung des Selbstvertrauens
- zur Steigerung der Leistungsfähigkeit (Sport)
- Weiterentwicklung der Persönlichkeit
- Überwindung von Prüfungsängsten, Lampenfieber etc.
- etc.

Wer kann das Autogene Training erlernen

Grundsätzlich kann das Autogene Training von jedem erlernt werden, der dazu bereit ist. Es ist sowohl für Erwachsene, wie auch für Kinder und Jugendliche geeignet.

Beim Erlernen des Autogenen Training. kann sich der Lernende schrittweise mit der Technik und dem damit verbundenen entspannten, wohligen Körpergefühl vertraut machen. Mit dem Autogenen Training lernen wir bewusst und intensiv zu leben und uns in unserem Körper wohlzufühlen.

Die Grundwirkungen des Autogenen Trainings

Die Wirkungen des autogenen Trainings lassen sich in vier Hauptbereiche zusammenfassen:
1. Entspannung als Erholung
2. Entspannung als Ruhigstellung (Resonanzdämpfung)
3. Intensitäts- und Leistungssteigerung
- Steigerung der körperlichen Leistung (Sport)
- der Leistung im Beruf
- Verbesserung der künstlerischen Gestaltung
- Grundregeln jeglicher Leistungssteigerung
4. Selbstbeherrschung und Selbstbestimmung

Entspanntes Tun und Leben spart Kräfte für Wesentliches. Wer mit genügend Ausdauer trainiert, gewinnt unvermeidlich eine ruhige, gelassene Haltung. Durch das AT können sich Gefühlsblockaden lösen und Gefühle können lebendiger und tiefer erlebt werden.

Das AT bedingt eine dem eigenen inneren Wesen entsprechende Entwicklung. Es kann eine Hilfe darstellen auf dem Weg zur Selbstfindung. Sich selber besser zu akzeptieren und sich rundherum wohlzufühlen.

Durch das regelmässige Training wird die Selbstdisziplin verbessert, was sich in allen Lebensbereichen äussern kann. Durch verbesserten Zugang zu den eigenen Wünschen und Gefühlen kann das Leben selbstbestimmter gestaltet werden.

Durch individuelle Formeln können persönliche Problemstellungen angegangen werden. (z.B. Schlafschwierigkeiten, Nervosität, Stottern , Selbstvertrauen, Ängste verschiedener Art etc.)

Somit steht uns ein Mittel zur Festigung der eigenen Persönlichkeit zur Verfügung.

Messbarkeit des Autogenen Trainings

Der im AT erreichte Entspannungszustand lässt sich über verschiedene Methoden objektiv messen:

Während des AT entsteht im ganzen Körper eine verbesserte Durchblutung, dadurch erhöht sich die messbare Hauttemperatur um 1-2°C.

Durch die Entspannung beruhigt sich der Pulsschlag einer Person spürbar. So ist nach der Absolvierung des AT der Puls spürbar ruhiger und langsamer.

Durch die Entspannung der Muskeln und Nerven entspannen sich die Hohlorgane, wie Blase, Darm, Lunge und Gefässsystem, was röntgenologisch nachweisbar ist.

Der Blutdruck ist nach dem Autogenen Training nachweisbar um ca. 30mmHg niedriger.

Bei Patienten mit niedrigen Werten sinkt der Blutdruck nicht im gleichen Mass, da der Körper durch eine lebensnotwendige Sperre im Kreislauf einen Minimalwert nicht unterschreitet. (Sonst würde die Gefahr bestehen im Schlaf zu kollabieren.)

Mit dem Biofeedback-Gerät lässt sich der galvanische Hautwiderstand messen. Je höher der Widerstand, umso grösser ist der Entspannungszustand einer Person.

Während des AT zeigen sich viele Stoffwechselwerte deutlich verändert. Ebenso zeigt sich, dass Personen, die längere Zeit trainieren, auch einen geregelteren Stoffwechsel, Hormonhaushalt etc. haben.

Solche Beobachtungen wurden beispielweise am Cortisonspiegel, an der Schilddrüsenaktivität und beim O2-CO2 Verhältnis im Blut gemacht.

Mit Hilfe des EEG (Elektroenzephalogramm) können die Hirnströme gemessen und der Entspannungszustand des AT dokumentiert werden.

Im normalen Wachzustand liegt die Schwingungsfrequenz der Gehirnströme bei etwa 15 Hertz. (Bethawellen)

Im Stresszustand, bei Überhöhter Aufmerksamkeit und Belastung steigt die Frequenz auf etwa 25 - 30 Hertz. (z.B. gestresster Autofahrer)

Während der Einschlaf- oder Aufwachphase gehen die Bethawellen in Alphawellen über und liegen dann bei einer Schwingungsfrequenz von 8 - 10 Herz.

Suggestionen und positives Denken

Nachdem nun die grundlegenden Formelsätze des AT gelernt wurden, steht der Weg offen für eine Weiterführung. In das AT können nun gezielte Aufträge (=Suggestionen) eingebettet werden. Diese können dann in unserem Alltag wirksam werden. Im Zustand des gesenkten Bewusstseins (AT) ist die Psyche aufnahmewillig für suggestive Anweisungen. Will man sich nun beispielsweise zu optimalem Verhalten vor und in einer Prüfung suggestiv vorbereiten, so wählt man zum Beispiel den folgenden formelhaften Vorsatz: "Die Prüfung ist wichtig, gesichert und gelingt ganz leicht." In ähnlicher Weise kann kann nun jeder Formeln für seine Person und seine konkrete Situation aufstellen.

Die formelhafte Vorsatzbildung (=Suggestion) wird an die Übungsformeln angehängt.

Durch positive Suggestionen wird das Hindernis nicht kleiner, aber wir werden grösser.

Welches sind die meistgemachten Fehler beim Autogenen Training

Der häufigste Fehler ist zweifellos das unsystematische Üben. Denn ohne regelmässiges üben kann nichts erreicht werden., dies betonte schon der Begründer des AT mehrfach. Also merke:

Übung macht den Meister!

Bestimmt ist es nicht jedermanns Sache systematisch zu trainieren. Jedes Training erfordert Charakter. Umgekehrt bildet aber auch jedes Training den Charakter aus.

Ich freue mich im Rahmen meiner Kurse oder Einzelstunden die Technik des Autogenen Trainings zu vermitteln und auf ihre individuellen Anliegen einzugehen.

 

Praxis Brigitta Ploke, Kreuzstrasse 68, 8640 Rapperswil, 055 211 92 29